Absolut richtig, es gibt Kleinwagen und Autos älteren Kalibers, die sind 3 mal so teuer, wie ein modernes Fahrzeug. Doch soll man sowas gleich als Paradebeispiel nehmen? Sicher, ich habe meinen günstigen Fiesta angeführt, Du hast Deinen teuren Uno genommen, nimmt sich beides nicht viel, nur je ins andere Extrem.
Was mich an der Sache stört ist generell die Formulierung, dass der
Unterhalt eines zweiten oder dritten Autos zu teuer sei.
Da stellt sich doch die Frage, was ist der Unterhalt? Weiter oben habe ich es bereits geschrieben, das ist Versicherung, Steuern, aber auch Reparaturen, möglicher Wiederaufbau des Fahrzeugs, vielleicht die Durchsichten, TÜV Kosten etc.
Es würde jedoch bei dem Doppelkennzeichen lediglich eine Entlastung bei Steuer und Versicherung anfallen. Klar, können auch schnell mal 1000 Euro werden, was eine Summe ist, die man nicht verachten darf, doch hat sich mal jemand Gedanken gemacht, was die anderen Kosten in der Summe ergeben?
Mir scheint, die anderen Kosten werden hier einfach unter den Tisch gekehrt, denn diese sind letztlich in der Mehrheit deutlich höher als Versicherung und Steuern zusammengerechnet.
Worin liegt dann also wirklich der Vorteil für den Normalverdiener? Er spart einen minimalen Teil der Kosten für sein zweites oder drittes Auto, muss aber dennoch jede Menge Geld aufbringen um das Fahrzeug überhaupt fahren zu können und es instand zu halten.
Ich sehe keinen echten Vorteil, solange nicht eine Rechnung aufgezeigt wird, die klar beweist, dass der Unterhalt in Form von Versicherung und Steuern so frappierend hoch ist, dass ein Doppelkennzeichen mich z.B. sofort dazu bewegen würde, eine C3 zu kaufen, weil sie nun durch Doppelkennzeichen viel erschwinglicher geworden ist und ich im Gegensatz zur Einzelversicherung und extra Steuern massiv Geld spare.

Im übrigen, ein Auto was alt genug ist, kann ich als Oldtimer anmelden, was unabhängig vom Fahrzeug zu enormen Einsparungen führt.
Bis denne, Han Solo